Vereinigungen vor Ort
Gesund im Alter - Demenz und Alzheimer - eine Geißel im Alter
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- Erstellt am Montag, 19. Oktober 2009 14:36
So lautet das Thema der Monatsveranstaltung der Seniorenunion am Montag den 12. Oktober, im Pfarrzentrum St. Josef. Dr. Thomas Günnewig, Chefarzt der Neurologie des Elisabethkrankenhauses Recklinghausen führte die sechzig Teilnehmer mit einem leicht verständlichen und unterhaltsamen Vortrag in das komplexe Themenfeld der Demenz- und Alzheimererkrankung ein.
Die Häufung dieser Krankheiten in den letzen Jahren begründet sich darauf, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, denn mit steigendem Alter erhöht sich auch das Risiko von Alzheimer und Demenzerkrankungen. Das besonders viele Frauen betroffen sind, liegt nicht etwa daran, dass Frauen gefährdeter sind, nein sie werden nur älter.
Es wurden Fragen geklärt, wie beispielsweise, welche Ursachen gibt es für Demenz bzw. die Alzheimerkrankungen? Wie werden diese Krankheiten festgestellt, welche Anzeichen deuten auf eine evtl. Erkrankungen hin?
Darüber hinaus erklärte Dr. Thomas Günnewig auch welche Verhaltensweisen sich das Risiko einer Erkrankung vermindern lässt. Mit Hilfe von Kernspintaufnahmen zeigte er den Teilnehmern den Unterschied zwischen einem jungen gesunden Gehirn und dem eines erkrankten älteren Menschen und ging auf die auftretende Probleme für Patient und Angehörige im Krankheitsverlauf ein. Hier wurde deutlich, wie wichtig eine kompetente Beratung von Patienten und Angehörigen ist.
Er gab praktische Tipps um Probleme im Alltag und Umgang mit Erkrankten zu vermeiden. Um die Krankheit besser zu verstehen, nutzte das Beispiel einer durcheinander geratenen Bibliothek der Jahresbücher. Hier und da fehlen einige Seiten, die dann mit vorhanden Seiten aus anderen Jahrbänden gefüllt werden.
So kann sich der Erkrankte vielleicht nicht mehr daran erinnern, was er grade gegessen hat, weiß aber noch was er immer ganz besonders gerne mochte. Dann sagt er der z. B. „Der Gänsebraten war lecker“, Obwohl er Hackbraten hatte, den er eigentlich nicht so gern mag. Oder der Betroffene hat vergessen, dass er verheiratet ist und hält den Partner mit dem er seit vielen Jahren verheiratet ist für einen Fremden oder eine andere Person aus der Vergangenheit.
Weiter referierte der Neurologe über technische Hilfsmittel wie zum Beispiel Navigationsgeräte für Rollstühle oder Armbänder mit GPS-Sender. Am Ende seines Vortrags gab Dr Thomas Günnewig den Teilnehmern noch wertvolle Tipps Vorbeugung wie gesunde Ernährung, Sport und ein geselliges Leben mit Familie und Freunden. Die Angst vor Demenz oder Alzheimer dürfe nicht zu Hauptsorge für die Zukunft werden.








