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Aus für Hertie - Chance für Datteln
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- Erstellt am Sonntag, 28. Juni 2009 16:38
„Die Schließung von Hertie ist bitter für die Mitarbeiter und ihre Familien, ein Verlust für viele Kunden, eine Herausforderung für die Politik. Sie ist aber zugleich eine große Chance für eine zukunftsweisende Umgestaltung unserer Innenstadt.“ Dies ist die Überzeugung von CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Jürgen Wutschka.
„Die Schließung von Hertie ist bitter für die Mitarbeiter und ihre Familien, ein Verlust für viele Kunden, eine Herausforderung für die Politik. Sie ist aber zugleich eine große Chance für eine zukunftsweisende Umgestaltung unserer Innenstadt.“ Dies ist die Überzeugung von CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Jürgen Wutschka.
Jürgen Wutschka: „Die Möglichkeiten dazu eröffnen die im Herbst 2008 erlassenen Förderrichtlinien für Stadtentwicklung der NRW-Landesregierung.“ Um Fördermittel in Anspruch nehmen zu können, reichten punktuelle Maßnahmen nicht aus. Gefragt seien vielmehr integrierte Konzepte, die den Gebietszusammenhang wahren. Sie müssten in enger Zusammenarbeit mit Einzelhandel, Stadtmarketing und Verwaltung entwickelt und mit privaten Investitionen sowie Mitteln der öffentlichen Hand realisiert werden.
Jürgen Wutschka: „Genau dieser Ansatz muss nach der Hertie-Schließung verfolgt werden.“ Es gebe bereits Überlegungen, wie der triste Betonkasten mit vertretbarem Aufwand in eine moderne, lichtvolle Einkaufsgalerie umgestaltet werden kann, die auch äußerlich einen neuen Akzent im Stadtzentrum setzt. Statt auf einen einzigen oder einen dominierenden Hauptmieter zu setzen, sei eine kleinteiligere Belegung mit attraktiven Läden zeitgemäßer und zukunftssicherer. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass sich im Zentrum nicht Billigstläden und Allerweltsgeschäfte konzentrieren.
Die Zukunft des Hertie-Areals dürfe nicht isoliert gesehen werden, sondern in engem Zusammenhang mit der fälligen Neugestaltung des Schemm. „Hier ergibt sich die Möglichkeit, zwei architektonisch miteinander harmonierende und korrespondierende Bestandteile eines neuen, zukunftsweisenden Stadtbildes zu verwirklichen“, sagt Wutschka. Ein umsichtig geplantes Hertie-Nachfolgeobjekt könnte sogar Drehkreuz einer fußläufigen Verbindung zwischen Lutherstraße und Schemm sein und damit eine historische Verbindung wieder aufnehmen, die durch den Betonkasten verstellt wurde.
Ausgehend vom Hertie-Gelände und weiterführend zum Schemm müsse auch der Tigg als „neuralgischer Punkt“ der Dattelner Innenstadt in die Überlegungen einbezogen sein. Wechselwirkungen zu anderen Innenstadtbereichen, vor allem zur Castroper Straße, müssten bedacht werden. „Vielleicht findet sich im Verlauf des Planungsprozesses auch eine Lösung für den Bereich der einstmals fehlgeplanten und nun nicht mehr finanzierbaren Stadthalle.“
Mancher brauchbare Gedanke für die jetzt anstehende Herausforderung finde sich im bereits 2002 veröffentlichten „Innenstadtkonzept Datteln“, an dem seinerzeit in Werkstattgesprächen auch zahlreiche Bürger mitgewirkt hatten.
„Das akute Problem heißt Hertie. Die Lösung kann ein integriertes Konzept für Hertie-Areal und Schemm sein“, sagt Dr. Wutschka. Namhafte Unternehmen hätten bereits Interesse signalisiert, Ladenflächen zu belegen. Es handele sich unter anderem um Investoren aus den Branchen Textil, Mode und Elektronik. Diese Branchen waren der CDU bei einer stichprobenartigen Befragung vor rund zwei Wochen auch von Bürgerinnen und Bürgern genannt worden.
Wutschka verweist auf positive Beispiele aus anderen Städten, wo aus vergleichbaren Problemlagen attraktive Lösungen entstanden seien. „In Gelsenkirchen-Buer gibt es zum Beispiel eine zentrale Markthalle, die zu einem regelrechten Treffpunkt in Buer geworden ist.“
Dr. Jürgen Wutschka: „Datteln hat jetzt die Chance, durch ein integriertes Konzept die Innenstadt deutlich attraktiver zu gestalten. Wir können Bausünden aus den 70er und 80er Jahren korrigieren, Kaufkraft am Ort binden und neue Käufer aus dem Umland gewinnen.“

