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Schulgutachten gehört in die öffentliche Diskussion und muss kritisch hinterfragt werden
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- Erstellt am Montag, 02. Januar 2012 15:39
Die letzte Sitzung des Rates im Jahr 2011 nutzte CDU-Fraktionschef Dr. Jürgen Wutschka für einen Vorstoß zu mehr Transparenz in der Diskussion um die Schullandschaft in Datteln. Die Stadt Datteln hatte gemeinsam mit der Nachbarstadt Waltrop Dr. Ernst Rösner mit einem Gutachten zur zukünftigen Ausgestaltung der Schullandschaft in Datteln beauftragt. Die Vorschläge des Gutachters sind von weitreichender Bedeutung. Vor allem binden sie die Entwicklungen in Datteln intensiv in die Schulentwicklungen der Region, insbesondere in die von Waltrop, aber auch von Olfen ein. Deshalb regte Dr. Wutschka in der Sitzung des Rates an, das Gutachten in geeigneter Form in die Öffentlichkeit zu tragen, was in der Ratssitzung große Zustimmung fand.
Bis zu diesem Zeitpunkt weigerte sich die Stadtspitze in Stellungnahmen, die Diskussion öffentlich zu machen, obwohl es bereits in der örtlichen Presse diskutiert wurde.
„Jegliches Zurückhalten aus der öffentlichen Diskussion schaffe das ungute Gefühl, es würde etwas im stillen Kämmerlein ausgebrütet. Die Erfahrung lehre, dass das den weiteren Abstimmungsprozess mit Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern unnötig erschwere", so Wutschka.
Der Bürgermeister ist nun anscheinend zu einem Umdenken in der Sache bereit. Erste Signale dazu aus dem Rathaus lassen immerhin hoffen, dass der Vorschlag der CDU auch wirklich umgesetzt wird. Dazu gehöre - so die Erwartung der CDU - selbstverständlich auch eine öffentliche Diskussion im Schulausschuss und nicht die Beratung in nicht-öffentlicher Schulkommission. So ist der Bürgermeister dringend aufgefordert, die Diskussion um die Schulentwicklung in Datteln als einen transparenten und recht breit angelegten Prozess zu moderieren.
Die hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern, die in den vergangenen Jahren in die Nachbarkommunen abgewandert sind, verdeutlicht, dass es große Versäumnisse in der Vergangenheit gegeben hat. Der CDU ist umso mehr an einem gestärkten Schulstandort Datteln gelegen. Denn Schule ist nicht nur Schulbetrieb, sondern mit allen Aktivitäten darüber hinaus Teil des gesellschaftlichen Lebens unserer Stadt. Ob diese Stärke tatsächlich mit dem Vorschlag von Dr. Rösner zur Zusammenführung mit den Nachbarorten erreicht werden kann, muss nach Auffassung der CDU kritisch hinterfragt werden. Denn eine Stadt mit Profil braucht selbstständige Schulen.
Darum ist die CDU in Datteln bereit, konstruktiv an einem für die Dattelner Schülerinnen und Schüler optimalen Modell mitzuarbeiten.

